Sport und Nachhaltigkeit – geht das zusammen?

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Sport und Nachhaltigkeit

Wer nachhaltig leben will, sollte auch seine Trainingsgewohnheiten hinterfragen

Wir fliegen für einen Surf-Kurs mal eben über den Ozean, entdecken neue Wanderrouten in der unberührten Natur und ziehen in wohlklimatisierten Schwimmbecken unsere Bahnen: Jeder Sport, den wir ausüben, verbraucht in irgendeiner Hinsicht Ressourcen. Zugegeben, manche Sportarten sind größere „Umweltsünder“ als andere und wer im Park laufen geht, sportelt mit Sicherheit nachhaltiger als jemand, der sich zum Beispiel für die Sportfliegerei begeistert. Trotzdem lohnt es sich bei jeder Sportart, einmal genau zu untersuchen, ob das tägliche Workout nicht doch noch ein bisschen nachhaltiger gestaltet werden kann.

Das hat auch die Bundesregierung erkannt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) damit beauftragt, eine Verbindung zwischen Sportlern und dem Naturschutz herzustellen. Dafür gibt das BMU einmal konkrete Handlungsempfehlungen, so zum Beispiel, wie Sportveranstaltungen nachhaltig ausgerichtet werden können, betreibt aber zum anderen auch Aufklärungsarbeit. Denn viele Sportler denken gar nicht darüber nach, wie sie mit ihrer vermeintlich nachhaltigen Sportart doch unnötige Ressourcen verbrauchen oder die Umwelt schädigen.

Bewusstseinsveränderung: Deine Strategie zum nachhaltigeren Sport

Willst du Dein Training bewusst nachhaltig gestalten, solltest Du Dir zuerst einmal Gedanken machen, wie Du dort hinkommst: Wenn Du erstmal eine halbe mit dem Auto fahren musst, ehe Du auch nur einen Meter läufst, schwimmst oder einen Klimmzug machst, ist das kein besonders nachhaltiger Start in Dein Workout. Vielleicht gibt es ja eine nähergelegene Location, die Du zu Fuß, mit den Öffis oder dem Rad erreichst? Oder Du organisierst Fahrgemeinschaften: Eine Fußballmannschaft passt immerhin schon mal in zwei anstatt in elf Autos – wenn der elfte Spieler zufällig in der Nähe des Platzes wohnt.

Um Dir alle Möglichkeiten für nachhaltigeren Sport ganz strategisch vor Augen zu führen, kannst Du die drei Strategien für mehr Nachhaltigkeit zurate ziehen: Effizienz, Konsistenz und Suffizienz.

Effizienz: Findest Du vielleicht ein Fitnessstudio, das mit Ökostrom betrieben wird? Oder kannst Du auch in einem (zum Baden freigegebenen) See anstatt im beheizten Schwimmbad schwimmen gehen? Wie schaut es mit Deiner Ausrüstung aus? Produziert der Hersteller die Sportartikel ressourcenschonend und mit kurzen Lieferwegen? Behandelt er seine Mitarbeiter gut?

Konsistenz: Inwiefern kannst Du in Deinen Sport wiederverwertbare, nachwachsende oder gut abbaubare Materialien integrieren? Muss es zum Beispiel unbedingt ein Plastik-Boomerang sein oder ginge nicht auch einer aus Holz? Ist Dein Stadion noch mit einer alten Tartanbahn mit Quecksilber ausgestattet, die bei ihrer Entsorgung zum Sondermüll wird? Dann könntest Du ein Zeichen setzen, indem Du nur auf biologisch unbedenklichen Böden laufen gehst.

Suffizienz: Nachhaltigkeit bedeutet auch, das eigene Konsumverhalten grundsätzlich einzuschränken. Brauchst Du also wirklich immer das Allerneueste? Oder finden sich in Deiner Umgebung in Kellern und Schränken noch Schätze, die Du umsonst oder für kleines Geld übernehmen kannst: Die Skier Deiner Schwester vielleicht, der es im Schnee zu kalt war, oder die volle Football-Montur Deines Nachbarn, der nun doch lieber Yoga macht?

Nachhaltigkeit zum Laufen gebracht

Es gibt also so einige Optionen für mehr Nachhaltigkeit im Sport und neben der Frage nach dem Wie ist die Frage nach dem Womit ein wichtiger Ansatz, den Du zudem ganz selbstbestimmt verfolgen und damit auch sehr nachhaltige Sportarten wie Laufen noch nachhaltiger machen kannst. Der Infinite One von Infinite Running unterstützt Dich bei diesem Vorhaben, indem er alle drei Strategien für mehr Nachhaltigkeit in sich vereint:

Der Laufschuh wird in Deutschland hergestellt, mit Ökostrom, fairen Löhnen und kurzen Transportwegen. Nico Russ, Gründer und Geschäftsführer von Infinite Running, bringt diese Effizienz auf den Punkt: „Ein Schuh, der mehr Kilometer am Fuß zurücklegt, als er Transportweg hat, das ist meiner Meinung nach eine Ökobilanz, die Sinn ergibt.“ Beim Material fiel die Entscheidung zugunsten der Konsistenz auf den langlebigen und recyclefähigen Schaumstoff High-Energy-Polyurethan. Seine Herstellung ist energiesparender als die von Ethylen-Vinylacetat (EVA), also dem Schaumstoff, der sonst häufig in Laufschuhen zu finden ist.

In Sachen Suffizienz unterstützt Dich der Laufschuh mit einer Innovation, deren Grundgedanke eigentlich gar nicht mal so neu, aber im letzten Jahrhundert mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt worden ist: Wenn die Sohle eines Schuhs abgelaufen ist, muss nicht automatisch der komplette Schuh entsorgt werden, es reicht völlig, ihn neu zu besohlen. Was früher der Schuster übernommen hätte, kannst Du beim Infinite One selbst erledigen: In die Sohle sind zehn runde Module integriert, die sich austauschen lassen. Dadurch reduzierst Du den anfallenden Müll auf das Allernötigste und kannst mit gut eingelaufenen Schuhen in die nächste Etappe Deines nachhaltigen Lauftrainings starten.