10 Tipps, die Dich zum Laufen motivieren

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10 Motivationstipps, die Dich zum Laufen bringen

Es läuft eben nicht immer von allein: Diese Tipps helfen Dir, Dich zum Laufen zu bewegen

Gestern Abend auf der Couch hatte es sich doch noch so schlüssig angefühlt: Morgen, gleich in der Früh, wird aufgestanden und losgelaufen. Und jetzt ist es wieder Abend und Du warst – nicht laufen. Kommt Dir das bekannt vor? Uns auch. Jeder hat in jedem Stadium seiner Laufkarriere mal mehr und mal weniger damit zu kämpfen, die richtige Motivation zum Laufen zusammenzubringen. Deshalb haben wir Dir 10 Motivationstipps zusammengestellt, die Dir den Start einfacher machen sollen.

1. „Ich muss nicht, ich will!“

Unser erster Tipp ist ein kleiner Psychotrick mit immenser Wirkung: Höre Dir einmal zu, wie Du mit Dir selbst sprichst, wenn etwas zu erledigen ist. Wie häufig benutzt Du da das Wörtchen „müssen“? Fallen da so Sätze wie: „Ich muss noch einkaufen gehen. Ich muss putzen. Ich muss Großtante Anna anrufen. Ich muss laufen gehen“? Gar nichts musst Du. Damit setzt Du Dich nur selbst unter Druck. Konditioniere Deine Gedanken, wenn sich dieses Zwangswort einschleichen will: Du willst noch einkaufen gehen, denn dann kannst Du Dir etwas Leckeres kochen. Du willst Deine Bude putzen, denn dann glänzt sie hinterher wieder wie neu. Du willst Großtante Anna anrufen, denn dann freut sie sich immer so schön. Und du willst laufen gehen, denn es tut Dir einfach unglaublich gut. Das wirkt plötzlich viel angenehmer und selbstbestimmter, nicht wahr?

2. Finde Deine persönliche Laufzeit

Es gibt frühe Vögel und es gibt Nachteulen, manche von uns reißen morgens schon Bäume aus, andere werden erst gegen Abend richtig aktiv. Teste aus, wann das Laufen für Dich und Deinen Biorhythmus am meisten Sinn macht. Es bringt Dir nichts, im Morgengrauen loszulaufen, wenn Du zu dieser Zeit noch nicht mal Deine Wohnungstür findest. Und es bringt Dir auch nichts, wenn sich Dein Körper abends in den Standby schalten will und auf der Couch liegend höchstens noch ein bisschen mit den Zehen wackeln kann. Und lass Dich nicht beeinflussen: Wenn Dir andere Läufer von der ultimativen Laufzeit berichten, mag das für sie stimmen, muss aber noch lange nicht auf Dich zutreffen.

3. Nicht denken, machen!

„Man könnte jetzt ja mal laufen gehen, aaaaber…“ – Stopp! Die beste Methode, Deinen inneren Schweinehund zu überwinden, ist, ihn gar nicht erst zu Wort kommen zu lassen. Denn wenn er mal angefangen hat, Dir von eisigen Winden, Kurzatmigkeit und steilen Bergen zu erzählen, wirst Du ihm auch Glauben schenken. Setze seinem Gerede mit einem „Ich will das jetzt aber“ (siehe Tipp 1) ein schnelles Ende, bevor er richtig loslegen konnte. Und Du wirst sehen, seine Schwarzmalerei ist in Echt gar nicht so schlimm: Die eisigen Winde werden zu einer kühlen Brise, die Kurzatmigkeit schnaufst Du mit drei tiefen Atemzügen weg und die Berge sind nur für wenige Meter steil.

4. Zähle die Laufvorteile auf

Eine weitere Methode, um den inneren Schweinehund mundtot zu machen: Übertöne ihn mit den Vorteilen, die das Laufen für Dich hat. Zähle dabei alles auf, was Du am Laufen magst, oder schreibe es Dir sogar auf einen Zettel, den Du gut sichtbar an die Wand hängst: „Ich will laufen, weil ich mich hinterher rundum gut fühle, weil ich sonst nie ein Eichhörnchen zu Gesicht bekomme, weil ich mir heute Abend den leckeren Käse-Nudel-Auflauf gönnen will, weil ich beim Marathon teilnehmen will, weil…“

5. Lege bestimmte Lauftage fest

Du hast Dir vorgenommen, zwei- oder dreimal in der Woche laufen zu gehen? Sehr gut! Dann blocke Dir die Tage, an denen Du das tun willst, so, als hättest Du einen wichtigen Termin, den Du nicht aus minderen Gründen absagen kannst (Ist ja auch so!). Denn wenn Du Dir am Montag überlegst, dass Dienstag ja auch noch ein Tag zum Laufen ist, und am Dienstag das Laufen auf Mittwoch verschiebst, ist plötzlich nicht mehr viel Woche für Deine Laufeinheiten übrig, vor allem, wenn Du noch Ruhetage dazwischen einlegen willst. Viele Läufer organisieren sich in Gruppen und machen verbindliche Termine mit ihren Laupartnern aus, auch weil es neben dem Zugewinn an Spaß eben immer etwas unangenehm ist, ein Training abzusagen.

6. Sei nett zu Dir

Vor allem für Laufeinsteiger kann es ziemlich deprimierend sein: Da bemüht man sich nun redlich auf der Laufstrecke, hält tapfer seine Intervalle durch und wird trotzdem ständig von anderen Läufern überholt, wenn nicht gar überrundet. Achte in so einem Fall darauf, dass Du nicht zu Dir selbst gemein wirst und Dinge denkst wie: „Schau mal, die sind alle viel schneller als du. Und die müssen doch sehen, was für eine rote Birne du hast und wie du schnaufst.“ Reagiere gelassen, wenn andere besser sind als Du, immerhin bist Du ja gerade dabei, etwas an diesem Umstand zu ändern. Eine ganz blöde Idee ist es übrigens, die Luft anzuhalten, wenn Dir jemand entgegenkommt, damit er Dich nicht hecheln hören kann.

7. Vergiss nicht, nach Pausen wieder anzufangen

In jedem Lauftraining kommen (Zwangs-)Pausen vor. Du wirst krank, kommst wirklich von der Arbeit nicht weg oder machst Urlaub, in dem Du – kaum vorstellbar – nicht laufen gehen magst. Solche Pausen sind okay, im Krankheitsfall sogar unabdingbar. Wichtig ist nur, dass Du, wenn die Krankheit überwunden, der Arbeitsstress bewältigt oder die Reise vorbei ist, wieder zu Deiner Laufroutine zurückfindest. Denn Routinen entwickeln sich schnell. Und so zügig, wie Du Dir Deine Laufroutine angewöhnt hast, kannst Du Dich auch wieder an ein Leben ohne Laufen gewöhnen. Setze Dir also ganz bewusst einen Termin, wann es wieder losgehen soll, und halte Dich dann auch daran.

8. Setze Dir realistische Ziele

Ein Trainingsplan hilft Dir, Fortschritte zu machen und Dein Training zu kontrollieren. Aber achte bitte darauf, dass Deine Ziele realistisch sind, und nimm Dir nicht zu viel auf einmal vor. Denn es soll nicht Dein Ziel sein, dass Du nach jedem Lauf frustriert nach Hause kommst, weil Du nicht geschafft hast, was Du wolltest. Verständlich, wenn Deine Motivation so in den Keller rutscht und Du bei Deinem nächsten Lauftermin nicht schon wieder Lust hast, Dich vor Dir selbst zu demütigen. Kleinere Ziele, die sich leichter bewältigen lassen, fördern hingegen die Motivation und machen Lust auf mehr.

9. Höre auf Deinen Körper

Eigentlich bist Du schon ganz gut eingelaufen, aber trotzdem gibt es diese Tage, an denen das Laufen einfach nicht funktionieren will? Dann höre auf Deinen Körper und akzeptiere, dass er eben keine Maschine ist, die auf Knopfdruck die immer gleiche Leistung erbringt. Vielleicht liegt es an Deinem anstrengenden Job, vielleicht brütest Du eine Erkältung aus, vielleicht hat aber auch nur ein Huhn gegackert, als der Mond im zweiten Drittel stand: Wenn Dein Körper aus welchem Grund auch immer an einem Tag nicht so will wie Du, dann schraube Dein Tempo herunter und genieße einfach die Natur und die frische Luft.

10. Besorge Dir passende Klamotten und Schuhe

Klar, wer nur mal ausprobieren will, ob Laufen der richtige Sport ist, braucht sich nicht gleich ein Profi-Outfit zuzulegen, da tun es auch die alte Sporthose und ein T-Shirt. Aber spätestens, wenn Du beschließt, von nun an regelmäßig laufen zu gehen, kann es Spaß machen, sich passend einzukleiden und die allererste Anschaffung sollten immer richtige Laufschuhe sein. Denn wenn die Ärmel Deines Oversize-Schlabber-Pullis bei jedem Schritt über Deine Hände rutschen, mag das zwar nervig sein, aber gesundheitsschädigend ist es nicht. Deine Schuhe aber müssen jeden Deiner Schritte abfedern, Deine Gelenke schonen und Dich sicher über die Laufstrecke tragen und das können eben nur speziell für das Laufen entwickelte Schuhe.